Wolfshain

Wolfshain, im südöstlichsten Zipfel Brandenburgs unmittelbar an der Grenze zum Freistaat Sachsen gelegen und unweit von der polnischen Grenze entfernt hat derzeit 414 Einwohner. Die 562 ha umfassende Fläche ist zu mehr als die Hälfte bewaldet. Wolfshain ist eine wendische Ansiedlung die wahrscheinlich schon im 12. Jahrhundert angelegt wurde. 1497 wird der Ort erstmals urkundlich als Rittergut erwähnt. Das zweigeschossige Gutshaus stammt aus dem 17. Jahrhundert, es war der Wohnsitz der Familie von Poncet. Nordöstlich im Wald gelegen, befindet sich die nicht begehbare Erbbegräbnisstätte dieser Familie.

Im Jahr 2003 wurde Wolfshain in die Gemeinde Tschernitz eingegliedert. Der Ortsname bedeutet soviel wie Behausung zum Schutz vor Wölfen. Die sorbische Ortsbezeichnung „Sisej“ bedeutet Strauch, der den Namen Hunde- oder Schießbeere führt. Diese Sträucher waren in früherer Zeit in Wolfshain sehr verbreitet.

1843 wurde in Wolfshain die erste Braunkohlegrube Namens „Julius“ gegründet. Die geförderte Kohle wurde von der ansässigen Ziegelei und den umliegenden Glasbetrieben genutzt. Von großer Bedeutung für die Entwicklung des Dorfes waren 1847 der Bau der Chaussee von Spremberg nach Bad Muskau sowie die ehemalige Bahnlinie von Weißwasser nach Forst. Heute erstreckt sich ein moderner Glasbetrieb für technisches Glas über die Ortsteile Tschernitz und Wolfshain.
An der Durchgangstraße B156 liegend lädt die Gaststätte „Wolfshainer Hof“ ein. Hier werden die Gäste mit gutbürgerlicher Küche verwöhnt. Gegenüber dieser Gaststätte befindet sich eine Turn- und Mehrzweckhalle, in der sich regelmäßig die Vereinsmitglieder des Sportvereins und der weiteren Sportgruppen treffen. Neben der Sporthalle hat der Jugendclub sein Domizil bezogen. Er wurde 1977 gegründet und ist für die dörfliche Gemeinschaft von großer Bedeutung.

Die 1908 gegründete Feuerwehr war schon immer ein wichtiger Verein für Wolfshain. Regelmäßige Dienste und ständige Einsatzbereitschaft sind für die Feuerwehrmitglieder selbstverständlich. In freiwilligen Aufbaustunden entstand 1960 ein neues Gerätehaus. Im Jahr 2005 wurde am selbigen die Grundsanierung abgeschlossen.

Für kulturelle Abwechslung wird in Wolfshain ebenfalls gesorgt. Alljährlich findet am Ostersamstag das Osterfeuer statt. Die Dorfjugend und die Vereine sorgen für ein gutes Gelingen. Neben dem Osterfeuer ist das Maibaumstellen am Vorabend des 1. Mai ein wichtiges Ereignis im Dorf. Im Ort wird ebenfalls noch der sorbische Zamperbrauch gepflegt, Jung und Alt erfreuen sich daran jährlich.

Die Natur bietet in Wolfshain genug Anreize für eine aktive Erholung. Es gibt schöne Biotope und zahlreiche Seen die viele Petrijünger zum Angeln einladen. Der nördliche Teil von Wolfshain ist überwiegend bewaldet, ein Paradies für Pilz- und Beerensucher. Es gibt immer eine Gelegenheit nach Wolfshain zu kommen.

Nun herzlich Willkommen, dies wünscht Familie Krause! (Nadien, Dominic und Roman)

Impressionen rund um Wolfshain – Natur pur